Hohe Ehrung: Der Bürgermeister von Odessa hat Alexander Ottavio und das Team von Saftey Home Ukraine zu den 100 wichtigsten Personen Odessas erklärt.

„Richtig coole Wendland-Connection“

bv Hitzacker. „Das war eine richtig coole Wendland-Connection“, freut sich Alexander Ottavio aus Hitzacker, der ehrenamtlich Spenden für die Ukraine organisiert. Vor Kurzem berichtete der Kiebitz über eine große Spendenfahrt zu Weihnachten. Hilfsgüter wurden damals vom Voelkel-Betriebsgelände in Pevestorf nach Odessa ins ukrainische Kriegsgebiet gebracht. Diesen Bericht las ein Mitarbeiter des Friedrichheimes in Hitzacker, der drei Pflegebadewannen mit Lifter – Neupreis fünfstellig – als Spende für ukrainische Waisenkinder abgeben wollte. „Ich habe ihm sofort zugesagt, obwohl ich sie nicht abholen und lagern konnte“, berichtet der gut vernetzteOttavio. „Stattdessen startete ich einen Hilferuf in meinem Sociale-Media-Netzwerk, und prompt kam ein Angebot von Tanja Süßmilch. Mit ihrer Spedition haben wir schon öfter zusammengearbeitet, sie unterstützt unsere Aktivitäten. Sie bot an, die Wannen bei sich einzulagern, bis wir einen Spediteur gefunden haben. Und auch auf den mussten wir nicht lange warten.“

Bereits einen Tag später kam die Zusage von der kleinen Wendland Spedition aus Waddeweitz. „Nicole Hermanskisagte uns zu, die Wannen kostenlos abzuholen und in die Ukraine befördern zu wollen. Wir möchten aber keinem Neuling zumuten, in das Kriegsgebiet zu fahren. Und insofern haben wir Hermanskis gebeten, die Wannen nach Pulheim in unser Zentrallager zu bringen. Von dort fahren nämlich regelmäßig Transporte in die Ukraine zu den Waisenhäusern.“ Bekanntlich unterstützt die Hilfsorganisation Safety Home Ukraine (SHU) mit Sitz in Pulheim bei Köln sechs Waisenhäuser in der Ukraine und dort aktuell rund 6.000 Kinder und Frauen. Ottavio ist zweiter SHU-Vorsitzender. Ein weiteres ihrer Warenlager befindet sich in Polen. „Dort wurde gerade ein Transport in die Ukraine vorbereitet. Die haben noch mal alles umgeladen und die drei Badewannen mitgenommen.“

Inzwischen sind die Wannen in Odessa angekommen. „Das ist kein Spaß – Putin lässt zurzeit vermehrt auf Kinderkrankenhäuser und Pflegeeinrichtungen schießen“, erklärt Ottavio, „deswegen wurden unsere Waisenkinder alle auf Stätten in den Karpaten verteilt, wo sie in Sicherheit sind.“

Für sein unermüdliches Engagement wurde der Vorstand von Safety Home Ukraine unlängst vom Bürgermeister von Odessa geehrt. Gemeinsam mit der SHU-Vorsitzenden Marie Günther wurde Ottavio eingeladen, in Odessa eine besondere Ehrung aus der Hand von Hennadij Truchanow in Empfang zu nehmen. „Sie wurden als Wohltäter in die Auszeichnung der 100 besten Menschen von Odessa aufgenommen“, heißt es. „Wir fühlen uns sehr geehrt, aber wir sind keine Kriegstouristen“, lehnt Ottavio die Einladung ab. Allerdings wird er per Zoom-Call teilnehmen. In der Urkunde heißt es: „Ihr Engagement, Ihre Menschlichkeit und Ihre Hilfsbereitschaft auch unter schwierigsten Umständen sind unbezahlbar. Ihre Organisation deckt die am stärksten gefährdeten Kategorien ab: Waisen, Witwen, Binnenvertriebene und Menschen mit schweren Krankheiten. Sie leisten nicht nur Hilfe, sondern schenken den Menschen auch Glauben, Hoffnung und die Wärme Ihres Herzens. In solch schwierigen Zeiten für unser Land helfen Sie gemeinsam mit uns, weiterzuleben, für die Zukunft zu kämpfen und auf den Sieg zu warten. Vielen Dank für Ihre freundlichen Herzen.“

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