bm Lüchow-Dannenberg. Gemeinsam zur Schule gegangen sind die Schülerinnen und Schüler der einstigen 10f von der damaligen Lüchower Realschule nur sechs Jahre. Aber die Freundschaften untereinander dauern offenbar bis heute an. Denn zehn der insgesamt 26 einstigen Schülerinnen und Schüler sind unlängst nach Gran Canaria geflogen, um dort ihr 42-jähriges Klassentreffen zu feiern. „Es war ein lang gehegter Wunsch, denn unsere Mitschülerin Annette Peters lebt seit 15 Jahren dort und leitet den Kindergarten und die Vorschule der Deutschen Schule in Las Palmas. Sie konnte nie live bei den Treffen dabei sein und hatte sich deshalb gewünscht, dass wir einmal zu ihr kommen. Und das haben wir jetzt gemacht“, erzählte Mitschülerin Marina Geber. Eigentlich treffe man sich alle fünf Jahre, aber „es hat jetzt für alle gut gepasst.
Daher haben wir uns außerhalb unserer Reihe getroffen“, informierte Geber über die
besondere Klassenfahrt. Schon die Begrüßung am
Flughafen war herzlich und habe die große Verbundenheit untereinander gezeigt.
„Annette hieß uns mit einem ‚Bienvenidos‘ willkommen und ihr Mann stand mit einem Schild mit der Aufschrift ‚Wendland-Gruppe‘ am Flughafen“, blickt die Schmarsauerin zurück.
Autos wurden in Flüsse gespült
Viel hätten sie erlebt: „Wir
hatten ein großes Unwetter mit bis zu 200 Liter Regen
pro Quadratmeter. Autos
wurden in Flüsse gespült.
Ganze Strandabschnitte
verschwanden.“
Jeden Morgen habe sich außerdem eine kleine Gruppe zum regelmäßigen „Walken“ an der Strandpromenade getroffen. Dann seien sie mit ihrer „perfekten Reisebegleiterin“ auf Tour gegangen, um die Insel zu erkunden. „Dank Annette haben wir Gran Canaria von einer ganz anderen Seite kennengelernt, wie etwa die Altstadt von Las Palmas, den botanischen Garten, die
Dünen von Maspalomas,
Puerto de Mogan ‚Klein
Venedig‘, die Rumfabrik, die Kathedrale in Arucas und den Krater am Bandama“, berichtet Geber. Ein besonderes Highlight war der Besuch der „Deutschen Schule“ in Las Palmas. „Wir haben uns gemeinsam alle noch einmal in einen Klassenraum gesetzt. Es hat sich fast wie früher angefühlt, auch wenn es nicht die Realschule Lüchow war. Aber es war insgesamt besonders schön zu erleben, wie gut wir uns alle immer noch verstehen und wie geerdet und mit der eigenen Heimat verbunden alle sind.“
Genossen hätten alle auch die spanische Esskultur mit den vielen verschiedenen Tapas, die man stundenlang
gemeinsam am Tisch teile.
Unverhofft sei es durch den Verdi-Streik noch zu einer
Verlängerung der Reise gekommen. „Wir mussten zwei Nächte länger bleiben und noch eine weitere Nacht in München verbringen. So hatten wir noch mehr Zeit zum Erzählen“, erzählt Geber. Und weil es so schön gewesen sei, habe man sich schon überlegt, anlässlich des 50. Klassentreffens nach Schmallenberg ins Sauerland zu fahren. „Dorthin ging nämlich damals die erste Klassenfahrt“, erinnert sich die Schmarsauerin.