bv Wustrow. Der dereinst coronabedingte Ausweichtermin der Gewerbeschau Wustrow im Spätsommer – zuvor fand die dreitägige Schau immer im kühlen März statt – hat sich endgültig bewährt. Es bleibe bei dem neuen Termin Mitte September, wie der zweite Vorsitzende der Interessengemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe Wustrow (IHHG), Matthias Böhnsch, jüngst während der Jahreshauptversammlung der Gemeinschaft im Wustrower Ratskeller betonte. Die Zeltmiete sei in den vergangenen Jahren so stark angestiegen, dass eine zusätzliche Heizung nicht mehr finanzierbar sei – die Standmiete würde einfach zu hoch werden, erklärte Böhnsch.
Und eine Zeltheizung sei im März dringend nötig. „Ein Zelt hält den Regen ab, aber nicht den eisigen Ostwind“, erinnerte Böhnsch an die Corona-Gewerbeschau von 2022. Wustrows Bürgermeister Wolfgang Stendel (CDU) sprach von Kosten von rund 5000 Euro, mit denen für drei Tage warmes Zelt gerechnet werden musste. .
Der Termin für die Gewerbeschau 2026 solle mit Mitte September wieder bewusst so gelegt werden, dass man nicht in Konflikt mit den „Wendland Wiesn“ komme, die Ende September veranstaltet werde. Einen Vorschlag von Wolfgang Stendel nahmen die Anwesenden kontrovers auf: Der Bürgermeister überlegte angesichts der hohen Securitykosten von 3000 Euro, eventuell auf den Freitag als Auftakt der Gewerbeschau zu verzichten. Die Mitglieder sahen das großteils anders, da vor allem am Freitag Gespräche in ruhiger Atmosphäre möglich seien. Das Sparpotenzial eines Tages sei ohnehin begrenzt, erklärte Matthias Böhnsch.
Dass einige Besucher sich aufgeregt hätten, dass am Sonntagnachmittag alle 9300 Tombola-Lose vergriffen waren, sorgte eher für Schmunzeln. „Wir sortieren übrigens nicht vor, wann die Hauptpreise vergeben werden“, erläuterte Kerstin Böhnsch, die die beliebte Tombola federführend organisiert: „Was weg ist, ist weg.“ Der Überschuss der Verlosung wird komplett für die Jugendarbeit in Wustrow verwendet, 1000 Euro gab es 2024 für Spielgeräte im Zuge des Welt-Down-Syndroms-Tages, 500 Euro für den Spielmannszug in Wustrow und 500 Euro für die Jugendgruppe der örtlichen Feuerwehr.
Die Regularien der Tagesordnung waren schnell abgearbeitet, vor allem der Punkt Wahlen machte wenig Probleme: Als erste Vorsitzende wurde Lilian Meiner einstimmig bestätigt, ebenso wie Matthias Böhnsch als zweiter Vorsitzender. Einzig das Amt des Kassenwartes von Wolfgang Schulz wird aus gesundheitlichen Gründen weiterhin kommissarisch von Lilian Meiner und Matthias Böhnsch besetzt.
Der IHHG gehören zurzeit 38 Vollmitglieder und zwölf fördernde Mitglieder an. Der Kassenbericht von Matthias Böhnsch zeigte geordnete Verhältnisse: Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und Standgebühren von 17.247 Euro standen Ausgaben von 16.044 Euro entgegen, sodass ein kleines Plus bleibt. Am Ende schlug Wolfgang Stendel vor, einen monatlichen Stammtisch ins Leben zu rufen, um die Kommunikation untereinander zu erhöhen. Ein Vorschlag, den die IHHG umsetzen will.