Für Storchens geschuftet

Ehrenamtlich Masten errichtet und Horste saniert

bv Grabau/Penekfitz. „Das Ehrenamt ‚Storchenbeauftragte‘ umfasst auch das Erhalten von Brutstätten“, berichtet Antje Fäseke, die dieses Amt für Lüchow-Dannenberg bekleidet. Der Storch gehört zu den vom Gesetz geschützten Arten, so sei man in der kalten Jahreszeit mit Horstsanierungen und der Schaffung von Alternativen beschäftigt. Wenn die Nester instabil werden oder Adebar an ungünstiger Stelle gebaut hat – „dann müssen Lösungen her“, betont Fäseke. In Lüchow-Dannenberg war das unter anderem in Grabau und Penkefitz dringend notwendig. „Das Storchennest in Grabau war mit Nistmaterial über einen Meter hoch, neigte sich zur Seite und drohte abzustürzen – so eine Baustelle ist neben der Organisation im Alleingang nur sehr langsam zu meistern. Deshalb bin ich für jede Unterstützung dankbar“, freut sich Fäseke.

Die Chronik der Maßnahmen: 20. Oktober 2021: Herunternehmen des Nistmaterials mit der Feuerwehr Dannenberg – die Überreste eines Igels dort oben bestätigt, dass auch ein Uhu diesen Horst genutzt hat. In der Mitte des Horstes kam ein Turmfalkennest zu Tage – an der Unterkante zahlreiche Spatzennester. 27. November: Oliver Christmann fällt den Mast. 28. Januar 2022: Die Firma WendenTec von Michael Zuther liefert mit Schwertransport einen Mast von Gorleben an. 8. Februar: Nistkranz aus Lanze angeliefert. 14. Februar: Das Team der EVE richtet den Mast mit schwerem Gerät auf. Die zweite Baustelle befindet sich in Penkefitz, im Ortsteil Strachauer Rad an der ehemaligen Milchtankstelle. „Dort baute sich im vergangenen Sommer ein neues Storchenpaar einen Horst auf dem nicht so belastbaren Futtersilo. Da musste eine Alternative her“, so Fäseke. Chronologie der Baustelle Penkefitz: 9. Januar: Herunternehmen des Nistmaterials vom Silo mit der Feuerwehr Dannenberg. 28. Januar: WendenTec liefert mit Schwertransport Mast von Gorleben an. 8. Februar: Nistkranz aus Lanze angeliefert, Mast-Standort mit den Eigentümern abgestimmt. Und schließlich der 14. Februar: „Das Team der EVE richtet auch diesen Mast auf – vielen Dank!“ Nun bleibe die Frage, ob das Storchenpaar sich von dem neuen Nistangebot in Sichtweite überzeugen lässt, so Fäseke, die betont, dass ihr „durch die Hilfe der EVE mehrere Steine vom Herzen gefallen“ seien. Das Pensum an Instandsetzungs-Baustellen sei – gerade nach den drei Stürmen in Reihe – „sehr groß“ und erfordere individuelle Lösungen. Mehr als zwei Projekte gleichzeitig seien nicht leistbar. Hinzu kämen aktuell noch zahlreiche Anfragen. Antje Fäseke berät Interessierte unter: (0160) 93 90 35 74.

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.