Hilfe für die Ärmsten

Initiative „Bio hilft“: Voelkel spendet erneut für Geflüchtete und Obdachlose

bv Pevestorf. 3 800 Flaschen Voelkel-Getränke, zehn Paletten Allos-Produkte – über 5 000 Hafer-Riegel und 1 400 Dinkel-Drinks –, drei Paletten vom Bauckhof mit Haferflocken, Hirse- und Hafer-Müsli: Die Frachtliste des 40-Tonners, der vergangene Woche in Pevestorf beladen wurde, war lang. Die Bohlsener Mühle spendete vier Paletten Kekse, die Firma Cosmondial vier Paletten mit Flüssigseife und mehrere Tausend Tuben Kinderzahncreme. Dr. Hauschka schließlich spendierte 300 Flaschen Pflegebalsam, die Spedition Dachser unterstützt den Transport. Vergangene Woche war es nämlich so weit: Der Truck der von Stefan Voelkel initiierten und von zahlreichen Bio-Pionieren unterstützten Aktion „Bio hilft“ wurde im Saftlager des Getränkeherstellers in Pevestorf mit gespendeten Gütern beladen. Gemeinsam mit dem Hitzackeraner Alexander Ottavio und der Organisation Heimatstern e.V. wurde zum zweiten Mal ein großer gemeinsamer Hilfstransport nach Griechenland auf den Weg geschickt.

Direkt nach dem Laden der Ware im Wert von einem mittleren fünfstelligen Betrag ging es nach Griechenland. An mehreren Orten werden Flüchtlinge unterstützt, deren Antrag auf Asyl anerkannt wurden – und die damit jedwelche Unterstützung durch die griechische Regierung verloren haben. „Diese Geflüchteten sind auf sich selbst gestellt. Sie erhalten keinerlei Hilfe mehr – zur Abschreckung von weiteren Flüchtlingen“, berichtet der Hitzackeraner Alexander Ottavio, auf dessen Initiative die ersten Spenden Voelkels nach Griechenland zustande kamen. Ottavio: „Viele Geflüchtete leben mittlerweile nicht in Camps auf den Inseln, sondern obdachlos auf den Straßen von Thessaloniki und Athen. So leben nun mittlerweile rund 8 000 Menschen – darunter viele Familien mit Kindern – aller Altersklassen auf der Straße, ohne jegliche Perspektive und Hoffnung in unvorstellbaren Verhältnissen.“ Jurek Voelkel: „Wir haben auch in diesem Jahr auf Geschenke und Weihnachtsgrüße an Geschäftspartner verzichtet und diese Mittel für Menschen verwendet, die aktuell unter der Kälte zu leiden haben. In Griechenland, bewusst aber auch hier in der Region.“

Bereits Ende Dezember hatte die Naturkostsafterei deshalb auch 15 000 Euro für Kältebusse im Norden Deutschlands und Tausende Säfte gespendet. Darüber hinaus würden zahlreiche regionale Ini­tiativen in Lüchow-­Dannenberg unterstützt, wie Kindergarten- und Schulprojekte.

„Wir haben die Spielplätze in Vietze, Pevestorf, Hitzacker und Trebel unterstützt, mit teilweise hohen Beträgen, wir haben aber auch Kultureinrichtungen unterstützt, wie Raum 2 oder die Freie Bühne, und Organisationen wie den Kreisfeuerwehrverband oder die Bürgerinitiative Umweltschutz. Außerdem gibt es jährlich Dutzende Warenspenden für Sport-Vereine, Museen und Ähnliches. Überregional haben wir vergangenes Jahr auch noch 10 000 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe gespendet. Damit lösen wir unsere Selbstverpflichtung ein, jährlich zehn Prozent unseres Gewinns für gute Zwecke zu spenden“, berichtet Jurek Voelkel.

„Bio ist auch eine Wertegemeinschaft“, betont dessen Vater Stefan Voelkel. „Die sofortige und große Unterstützung, die wir durch unsere Partner erfahren, beweist uns dies ein weiteres Mal. Bio muss nicht nur gesund, sondern auch ethisch und sozial sein.“

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

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