Blos een Fata Morgana

Serie: plattdeutsche Verse

Upp Kneen krupen und Röm vertrecken, man schall dat nich glöben, dat is all lang vergeeten. Wie müssen de Röm mit Fork von Hand uploaden, hüt drückt see een Knoopü und de Röben fleegen no Boaben.

In Winna oal Mann und Frouns bi Busch- und Holt hacken wären, hüt sitt sei in Stuv und kieken fern.

Ein Riesbessen binden orrer een Korf flechten, dat weet hüt keener mehr. Seise kloppen ist ok anstrengend sehr.

Pluummoos und Röbensirup sünd all längs vergeeten, wer Dörst ha, güng früher an de Woateremmer, hüt drinkt se Kaffee und Cappucino dorför.

De Messkar is vull Erd und Sand, nu sind Blöömer dorin plant. Vörn an de Husdör an Eck, Blöd dat in twee Swientrög um de Wett. Up Fluer staat de Melkkann ohne Melk, dor sind nu de Reegenschirms rinstellt.

Sonaobens ward nix mehr anfoot – wer weet – wu dat noch wiera goaht. Wer hüt50 Meter lopen schall, nimmt löwer de Auto utn Stall.

Is dat noch ne heele Welt? Wu allns uppn Kopp ward stellt? De Olen künn dütt nich mehr footen, düt harn sei sick nicht drömen loten.

Ober de Jungen sind noch lang nicht tofreeden. Gliek kümmt de nächste Anreeg.

Een Termin jöcht de anna, und manchmal ist dat man blos een Fata Morgana.

↔von Heinz Günter Weigel

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