Einzigartige Urlandschaften

Globetrotter Reinhard Pantke: Mit dem Fahrrad durch Island

bv Lüchow. Nach langem Corona-Aus zeigt der Fahrrad-Globetrotter Reinhard Pantke seine neue Multivisionsshow „Island im Sommer und Winter“. In den Jahren 2020 und 2021 schwang er sich – trotz Corona – in den Sattel und erkundete die Insel im Nordatlantik mit dem Fahrrad. Am Sonntag, dem 13. November, präsentiert er die einzigartigen Landschaften im Kino Lüchow. Pantke war mehrere Monate im Sommer und Winter auf Island unterwegs und erlebte die vielfältige Insel im Wandel der Jahreszeiten. Dampfende Geysire und schmatzende Schlammquellen, bizarre Eisberge und Höhlen, wilde Fjordlandschaften mit riesigen Vogelkolonien, öde Hochlandwüsten, lebensfrohe Islandpferde und die in den kurzen Polarsommern im ständigen Tageslicht explodierende Farbenpracht der isländischen Natur sind einige Facetten der einzigartigen Urlandschaften, die der Reisejournalist per Rad und wandernd durchquerte. Zu sehen gibt es die quirlige Hauptstadt Reykjavik, verschiedene Nationalparks und Bilder von der Traumlandschaft Lanndmannalaugar, den abgelegenen Westfjorden und als Highlight spektakuläre Aufnahmen des Vulkanausbruchs auf Reykjanes. Ergänzt wird die Show durch Tipps und Hintergrundinfos.

Reinhard Pantke erlebt seine Reiseziele grundsätzlich nur mit Fahrrad und Rucksack. Er hat die ganze Welt mit dem Fahrrad erkundet – ist 17 mal durch Norwegen getourt, war in Schweden, Island, Schottland, England, den Kanaren, Neuseeland, auf einigen Südseeinseln und auch in Kanada und Alaska unterwegs. Im Verlauf legte er in den vergangenen Jahren 170 000 km per Fahrrad zurück. In Planung sind weitere Touren durch Südamerika und Asien.

Was hat Sie an Island am meisten fasziniert?

Die Weiten Islands haben mich schon immer inspiriert, unendliche Landschaften und Stille, die man in unseren Breitengraden so nicht mehr erleben kann. Die Isländer leben zudem auf einer Insel, die ständig von Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüchen oder Erdbeben getroffen werden können. Isländer reagieren da aber viel gelassener, nüchterner. Das Motto der Insulaner lautet: „þetta reddast“, das heißt soviel wie: „es wird schon werden“. „Das geht nicht“ gibt es nicht, ein bisschen was von der Einstellung würde uns gelegentlich auch in diesen Zeiten ganz guttun.

Was raten Sie Island-Besuchern?

Sich vorher intensiv mit dem Reiseland zu beschäftigen. Wer nur wenig recherchiert, endet oft an den geläufigen Highlights, die mittlerweile überlaufen sind. Wer außerhalb des Sommers reist, sollte immer ein Auge auf das Wetter haben, die Natur bestimmt hier oft noch, ob man weiterkommt oder mal einen Sturm aussitzen muss. Viele Reisende sind mittlerweile zu überheblich, in diesen letzten Herbstmonaten gab es extremen Stürme – und Leute mußten aus Fahrzeugen gerettet werden, bei denen der Wind die Autoscheiben eingedrückt hatte. Und das, obwohl tagelang vor solchen Extremwetterlagen gewarnt worden war!

Was planen Sie als Nächstes?

Planungen sind momentan, wenn es um größere Projekte geht, echt schwer. Man weiß nie so wirklich, was in den nächsten Monaten, auch wegen der ständigen Krisenstimmung in Deutschland, geschehen wird. Aber momentan überlege ich, ob es nicht möglich wäre, im Spätherbst 2023 nach Neuseeland zu fliegen. Dazu müssen aber viele Weichen gestellt werden, Ansonsten viele kurze Touren im Wendland, in der Coronazeit war ich allein fünf mal per Fahrrad dort unterwegs.

Der Vortrag findet statt im Kino Lüchow am Sonntag, 13. November, ab 11 Uhr.

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