Entspannung nach der Zwangspause

Dömitzer Musiknacht 2021 einmal anders

rs Dömitz. Selten war die Musik auf der Festung mehr Beiwerk als an diesem Abend. Vielmehr ging es bei der Musiknacht Dömitz darum, nach den Einschränkungen der Corona-Monate gemeinsam etwas zu erleben. Und das Wetter war dafür am Sonnabend ideal: trocken, 22 Grad Celsius Lufttemperatur, ein Sonnenuntergang, der die historische Kulisse in ein malerisches Licht tauchte – und rechtzeitig war die Verordnung in Kraft getreten, Konzerte auch stehend zu genießen. Nur das Tanzen war nicht erlaubt, leichtes Wippen hingegen schon. Letzteres fiel dem einen oder anderen schon schwer, zumal die beiden Bands, die auf Einladung der Kulturinitiative LuK auftraten – „Mick and Stones“ sowie „Fee“ – verbal und durch ihre Musik das rund 200-köpfige Publikum, das überwiegend der Altersklasse 40+ angehörte, zum Tanzen animierten.

Zunächst spielten Mick Stachow und seine Crew Coverhits der Rolling Stones, was dem Hamburger Mediziner und seiner Band Zugaberufe und Standing Ovations einbrachte, danach erschütterte der Main-Act „Fee“ das Gemäuer mit ebenso frechen wie unterhaltsamen deutschen Eigenkompositionen. Allen Musikern merkte man ihre Freude an, nach langer Zwangspause wieder ans Mikro treten zu dürfen.

Nach dem Zwang folgte somit für alle Entspannung. Ein insgesamt gelungener Abend, der natürlich nicht einer üblichen Dömitzer Musiknacht entsprach, wie Fans sie kennen – mit Gigs an mehreren über die Stadt verteilten Spielorten. Weil es aktuell noch nicht machbar ist. Dennoch waren die Macher rund um die LuK-Vorsitzende Pia Peddinghaus mit dem Konzert, das inhaltlich in erster Linie von Reinhard Krökel organisiert wurde, zufrieden. Krökel arbeite übrigens wegen veränderter Verordnungen mehrfach das Hygienekonzept für diesen Abend um. Dass die Anzahl der verkauften Karten kaum die Kosten für die Bands deckte, war Nebensache. „Wir stehen für Kunst und Kultur in Dömitz“, unterstrich dazu LuK-Gründungsmitglied Mandy Botzler. „Die übrigen Kosten trägt unser Verein.“

Die Festung ist am 18. Juli ab 15 Uhr auch Veranstaltungsort für das Puppentheater „Der Angsthase Leopold“, das im Rahmen der Initiative Kinder-Theater in Dömitz (KiTZ) stattfindet. Freuen darf man sich auch auf ein pralles Kulturwochenende am 21. und 22. August: Der Sonnabend ist Haupttag der nachzuholenden Aktion „Kunst offen“, an der acht bis zehn Stationen in Dömitz geöffnet sind, im Pentagon findet eine Midissage der Lupinale statt und die Galerie Dömitz feiert ab 14 Uhr offiziell Eröffnung. Abends richtet zudem der Festungsförderverein ein Sommernachtspicknick mit Kino in dem historischen Gemäuer aus. „Die ,Leseorte‘ müssen in diesem Jahr jedoch leider ausfallen“, informierte Mandy Botzler.

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