Festwoche für Backsteinsakralbau

150 Jahre Johanneskirche in Dömitz – Gemeinde feiert

rs Dömitz. Seit 1195 ist in Dömitz eine Kirche belegt. Die zwischen 1869 bis 1872 nach Plänen des Schweriner Architekten Theodor Krüger am Platz der Vorgängerkirche, auf der höchsten Erhebung, errichtete Johanneskirche ist ­bereits der vierte Kirchenbau, nachdem die Vorgängerkirchen jeweils wegen Baufälligkeit oder nach einem Stadtbrand abgerissen werden mussten. Die heutige Johanneskirche wurde am 20. Oktober 1872 eingeweiht. Die neugotische Backsteinsaal­kirche ist 39 Meter lang. Der vorgebaute, mit vier Türmchen flankierte Kirchturm ist 50 Meter hoch.

Das 150-jährige Bestehen der Johanneskirche möchte die aktive Kirchengemeinde mit ihrer Pastorin Inga Roetz-­Millon angemessen begehen. Daher richtet sie vom 21. bis zum 27. August eine vielfäl­tige Festwoche aus. Für jede und jeden ist etwas dabei. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.

Offene Türen im Kaufhaus und Kunstschau Art Dömitz

Übrigens: Wer sich am 27. oder/und 28. August nach Dömitz aufmacht, der kann dabei dort noch weitere Höhepunkte erleben: So ist aus dem ehemaligen der Kirche gegenüberliegenden Kaufhaus ein modernes Verwaltungsgebäude geworden. Wie es dort nach dem intensiven Umbau aussieht, kann man jeweils von 11 bis 17 Uhr erfahren. Ebenfalls am Gotteshaus und im Kaufhaus kann man am 27. und 28. August – jeweils von 11 bis 17 Uhr – Kunst der Art Dömitz bestaunen. Die Art Dömitz, die Werke von 50 Künstlerinnen und Künstlern an 23 Stand­orten zeigt, baut auf dem auf, was in den Vorjahren mit den Kunstwochenenden begonnen wurde.

Pralles Programm in der Dömitzer Johanneskirche: Von Abendmahl bis „Quo vadis, Kirche?“

Folgende Aktionen sind in und um die Dömitzer Kirche am ­Slüterplatz geplant:

21. August: 14 Uhr, Festgottesdienst mit Landesbischöfin ­Kristina Kühnbaum-Schmidt, ­anschließend Kaffee, Kuchen und Grillen

22. August: 19 Uhr, „Wie die Reformation nach Mecklenburg kam und was Dömitz damit zu tun hat“ – ein Vortrag von Diplom-Theologin Inga Roetz-­Millon, danach Nachtwächterführung durch die Altstadt

23. August: 19 Uhr, „Quo vadis, Kirche?“ Bestandsaufnahme und Diskussion. Kirche in Gegenwart und Zukunft

24. August: 18 Uhr, „Salz und Licht. Brot und Wein“ – ein Themenabend mit Bäckerei Görlitz (Brot backen), Yvonne Bußacker (Kräutersalz herstellen) und Jesus (gegenwärtig beim Abendmahl)

25. August: 14 Uhr, „Geschichten taun Hoeg‘n“ – plattdeutscher Nachmittag für Jung und Alt mit den Plattsnackern

26. August: 18 Uhr, Konzert mit Annabell Glomke (Tenorhorn), Nils Kragge (Saxofon) und ­Dorothea Uibel (Orgel)

27. August: 15 Uhr, „Das Rote Sofa“ – Anekdoten rund um ­Dömitz und die Kirche

28. August: 11 Uhr, Familien­gottesdienst mit dem Kinderchor, anschließend Gemeindefest mit Piratenshow, Hüpfburg, Aktionen und Angeboten für alle.

Die ganze Woche über wird der Seniorenclub (Slüterplatz 6) ­geöffnet haben. Dort ist ein ­Secondhand-Kleiderbasar auf­gebaut, wo jedes Kleidungsstück für einen Euro verkauft wird. Der Erlös geht an Brot für die Welt.

Redaktion Kiebitz 05841/127 420 seide@ejz.de

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