Keine Angst: Es ist der Senf, der blüht

Kein Vorbote für die Klimaveränderung: Häufige Verwechslung mit Raps

bv. Klein Gusborn. Blüht der Raps etwa schon wieder? Mitten im Herbst? Das fragen sich aktuell Spaziergänger und Radfahrer, die im Wendland unterwegs sind. Allerdings handelt es sich um eine häufige Verwechslung mit einer anderen Pflanze. Denn die leuchtend gelb blühenden Felder sind nicht etwa das nächste Zeichen für den Klimawandel – denn es ist nicht der Raps, der schon wieder blüht. Es ist Senf. Den man auf den ersten Blick allerdings leicht mit Raps verwechseln kann. Wie aber kann man Raps und Senf unterscheiden? Beide Pflanzen gehören zur Familie der Kreuzblütler, blühen leuchtend gelb und auch die Blätter ähneln sich. Am sichersten lassen sich Senf und Raps anhand der Blütezeit unterscheiden: Raps blüht im April und Mai, Senf frühestens ab dem Sommer.

Kniffeliger ist die Unterscheidung der Blätter: Senfblätter sind stärker gezackt, Rapsblätter werden als gefiedert beschrieben. Auch die Nase hilft bei der Unterscheidung: Viele kennen den intensiven Geruch von Raps. Wenn das Feld nicht so stark riecht, dann handelt es sich höchstwahrscheinlich um Senf. Und warum blüht der Senf zu dieser Zeit? Ganz einfach: Ackersenf wächst ganzjährig. Daher wird er gerne als Zwischenfrucht gepflanzt. Senf bindet Nährstoffe im Boden. Die welken Pflanzen werden in der Regel im Frühjahr untergepflügt und dienen gleichsam als zusätzlicher Dünger. So kann die nächste Saat, eventuell sogar Raps, dann wieder besser wachsen. Und: Ein hübsches Fotomotiv sind beide.

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