Süßes aus dem Schuhladen

Familie aus Clenze gewinnt Knusperhaus in Lüchow

bm Lüchow. In diesem Jahr kamen sie aus Clenze: die glücklichen Gewinner der Knusperhausverlosung von Silvia Buer. Das hat Tradition. Schon die Eltern von Silvia Buer haben ihren Kindern jedes Jahr zu Weihnachten ein Knusperhaus gebacken. Vor etwa 16 Jahren kramte die Mutter der Inhaberin des Lüchower Schuhhauses Buer das Rezept für das Lebkuchenhaus wieder hervor und bot an, solch ein Haus für das Geschäft zu backen, um den Kunden eine Freude zu machen.

Vor zehn Jahren trat Silvia Buer dann in die Fußstapfen ihrer Mutter, was das Backen des Knusperhauses betraf, und übernahm damit die vorweihnachtliche Tradition. Jedes Jahr vor dem ersten Advent werden im Schuhgeschäft Adressen gesammelt, um rechtzeitig zum Nikolaustag das liebevoll dekorierte Haus zu verlosen. „Innerhalb von acht Tagen haben wir30 Adressen in unserem Topf gesammelt. Einigen waren die 10 000 Kalorien allerdings zu viel“, erzählte Buer mit einem Schmunzeln. Große Freude herrschte jedoch bei Familie Thee, die das große, äußerst liebevoll dekorierte und offensichtlich nicht ganz leichte Haus zusammen mit ihren beiden Töchtern Milena und Emilia abholte.

Lebkuchen haben eine lange Geschichte. Bevor sie in Deutschland sozusagen beheimatet wurden, musste das braune Gebäck erst eine längere Reise hinter sich bringen. Denn vom antiken Ägypten über das Römische Reich gelangte das süße Gebäck gegen Ende der Antike ins heutige Deutschland.

Etwa ab dem 13. Jahrhundert bildeten sich in Deutschland eigene Gewerbe, vorwiegend in Süd- und Ostdeutschland. Es gab Bäcker, die nur Lebkuchen herstellten. Sie wurden „Lebküchler“ genannt. Aus Lebkuchen wird auch das Pfefferkuchenhaus, volkstümlich auch als Knusperhäuschen oder Hexenhaus bezeichnet, gebaut, das auf das Märchen von Hänsel und Gretel zurückgeht.Diese Lebkuchenhäuschen sind nicht nur im deutschsprachigen Raum verbreitet, sondern werden auch in Osteuropa, in Skandinavien und im englischsprachigen Raum hergestellt.

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