Kiebitz-Umfrage mit Tipps gegen zu warmes Wetter
bm Lüchow-Dannenberg. Kinder, chronisch kranke und alte Menschen sind besonders gefährdet, wenn das Thermometer in den Sommermonaten in bedrohliche Höhen klettert. Personen, die Menschen aus diesen Kategorien betreuen, tragen dabei eine große Verantwortung. Josephine Hecker-Schmidt aus Restorf etwa arbeitet in einer Einrichtung für Langzeitarbeitslose und Menschen mit chronischen und psychischen Erkrankungen. „Wir haben dort unter anderem eine Gartengruppe. Dort achten wir darauf, dass leichte Baumwollkleidung getragen wird und dass nicht länger als 20 Minuten am Stück gearbeitet wird. Ein schattiger Platz und Getränke stehen immer parat“, informiert die Sozialpädagogin. Carina Veith aus Woltersdorf arbeitet als Tagesmutter. Die zunehmend hohen Temperaturen erfordern viel Umsicht und Absprachen mit den Eltern. „Ich gehe gleich morgens um 7.30 Uhr mit den Kindern raus. Ab 11 Uhr halten wir uns dann im Haus auf. Von der Weltgesundheitsorganisation gibt es Richtwerte, die in Regenbogenfarben unterteilt sind. Bei extremer Hitze sollte man drinnen bleiben und auch im Schatten sonnenschützende Kleidung tragen und die Kinder müssen vernünftig eingecremt sein.“ Wasserspiele bringen Spaß und kühlen zusätzlich ab. Alexandra Starke, die als Pflegedienstleiterin in der Seniorenresidenz Lüchow arbeitet, hat sich über die Jahre viele Tipps angeeignet, damit die alten Menschen die heißen Tage gut überstehen. „Zunächst lassen wir die Jalousien an der Sonnenseite tagsüber runter, damit es in den Zimmern nicht zu warm ist. Auch die Bettwäsche wirdgegen leichte Laken ausgetauscht. Und wir achtendarauf, dass unsere Bewohnerinnen und Bewohner immergenügend trinken.“ Einige würden selbst eine Strichliste führen, bei anderen werden die Flaschen mit einem Edding markiert. Die Mitarbeitenden erhalten regelmäßig Schulungen zu diesem Thema.
Tischlermeister Matthias Kohls aus Langendorf empfiehlt, bei Neubauten auf Rolläden zu achten. „Die halten die Hitze ab. Bei älteren Häusern helfen Sonnensegel oder ein Dachüberstand.“
Tischlermeister Matthias Kohls aus Langendorf rät zu Rolläden oder Dachüberbauten: „Rolläden schützen vor Hitze und vor Kälte gleichermaßen. Bei alten Häusern empfehle ich Sonnensegel oder sich einen entsprechenden Dachüberstand zu bauen. Und natürlich erst zu lüften, wenn es wieder kühler wird.“¿ Alexandra Starke ist Pflegedienstleiterin in der Lüchower Seniorenresidenz: „Ganz wichtig ist es, das Trinkverhalten im Auge zu behalten. Leichte Gerichte stehen bei Hitze auf unserem Speiseplan und wir achten darauf, dass unsere Bewohnerinnen und Bewohner leichte Kleidung tragen. Feuchte Tücher sorgen ebenfalls für Abkühlung.“ Josephine Hecker-Schmidt aus Restorf arbeitet in Oldenburg in einer Einrichtung für Langzeitarbeitslose und Menschen mit chronischen und psychischen Erkrankungen: „Wir haben mehrere Gruppen. Für die Gartengruppe gibt es bei Hitze besondere Regelungen, sie dürfen nicht länger als 20 Minuten am Stück arbeiten.“¿ Carina Veith aus Woltersdorf ist seit vielen Jahren Tagesmutter und hält sich an bestimmte Richtwerte, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgegeben werden: „Je nach Temperatur müssen entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Wenn es zu warm ist, gehen wir immer schon um 7.30 Uhr raus und bleiben ab 11 Uhr im Haus.“