Zu viele Nichtschwimmer – bisher

Erfolgreiche Schwimmwoche der Grundschule Dannenberg greift Problem auf

bv Dannenberg. Fröhliches Lachen erklingt im Freibad Dannenberg an diesem wolkenverhangenen Morgen. Überall Kinder: Im „Tiefen“ schwimmen einige Kids, im Nichtschwimmerbecken werden Schwimmanfänger von Rettungsschwimmer Nils Ordon auf einem Schaumstoffbrett durchs Wasser gezogen, auf dem Rasen spielen andere Völkerball. So weit, so normal. „Aber von Normalität sind wir weit entfernt“, berichtet Grundschullehrerin Kristin Abeln. Sie nennt erschreckende Zahlen: Allein 17 Nichtschwimmer gibt es aktuell im zweiten Jahrgang der Grundschule Dannenberg. Besser gesagt: gab. Denn einige Lehrerinnen des Grundschulkollegiums haben spontan beschlossen, Schwimmwochen anzubieten, nachdem die sinkenden Inzidenzzahlen dies endlich wieder ermöglichen. Die Lehrkräfte tun dies in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Helfern von der DLRG und der Handballabteilung des MTV Dannenberg.

Und es wirkt: „Man sieht tägliche Fortschritte“, freut sich Lehrerin Kristin Abeln. „Uns ist es mit Rosie Reinert von der DLRG gelungen, vielen der Nichtschwimmer zumindest in Grundzügen das Schwimmen beizubringen.“ Das Seepferdchen biete einigermaßen Sicherheit, im Wasser überleben zu können. Für dieses erste Schwimmabzeichen müssen Kinder 25 Meter schwimmen – ohne Zeitbegrenzung –, einen Ring aus flachem Wasser holen und die Baderegeln kennen.

Doch das Seepferdchen, so betont Rettungsschwimmer Gregor Szorec, der die Grundschule bei der Schwimmwoche ehrenamtlich unterstützt, diene eher als Vorbereitung auf das Schwimmen. Sichereres Schwimmen sei damit noch nicht gewährleistet. „Wir haben im Moment viel zu viele Nichtschwimmer“, betont Szorec, zweiter Vorsitzender der DLRG Ortsgruppe Dannenberg: „Wir brauchen mehr ehrenamtliches Personal, man kann den hohen Bedarf nicht mehr so nebenbei abarbeiten. Wir haben Wartelisten für unsere Schwimmkurse von hier bis zum Mond und wieder zurück. Die Schüler brauchen auch nach der Schwimmwoche Übung, Übung, Übung. Denn wir schaffen in den Grundschuljahrgängen mit den Schwimmwochen einige Seepferdchen, aber bei Weitem nicht so viele wie in den Jahren vor Corona“, mahnt Szorec, der die Eltern bittet: „Geht mit euren Kindern schwimmen!“

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