IHG Lüchow richtete erfolgreiches Frühlingserwachen aus

Bange Hoffnungen – entspanntes Erleben

by Lüchow. Wie fühlt sich das Frühlingserwachen 2022 an? Wie viele Menschen kommen nach Lüchow? Leicht angespannt erwarteten die Mitglieder der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe (IHG) am Sonntag den Start ihrer diesjährigen Aktionstage. Schließlich ist die Pandemie nicht vorbei, in der Ukraine herrscht Krieg und die Preise steigen im Allgemeinen. Und: Der Frühling wollte sich an diesem Tag nicht so recht zeigen: nur sechs Grad Celsius und gelegentlicher Sonnenschein. Doch der verkaufsoffene Sonntag, an dem sich auch zahlreiche Vereine präsentierten, war für viele der Flanierenden auch die Rückkehr zu dem, was vor der Pandemie selbstverständlich war. „Es ist doch einfach schön, dass endlich mal wieder was los ist, es wäre doch furchtbar, wenn dann keiner käme“, meinte eine Besucherin. Vielen anderen ging es ähnlich. Wer Kinder dabei hatte, pendelte zudem zwischen Langer Straße und Schützenplatz – der Karussells auf dem dort befindlichen städtischen Frühlingsmarktes wegen.

Für viele derer, die durch die Stadt bummelten, stöberten und kauften, war es auch ein Test: Die Kaufleute hatten ihre Kundinnen und Kunden darum gebeten, weiter Maske in den Geschäften zu tragen – zur Sicherheit aller. „Wenn ich Corona bekomme und ausfalle, ist das für mich ein Minilockdown“, sagte eine Soloselbstständige. Und den brauche sie nicht mehr. Und auch das Personal in den größeren Geschäften war froh, dass das Maskengebot bis auf wenige Ausnahmen eingehalten wurde. Es waren vor allem die Frauen, die nicht nur guckten, sondern auch kauften, zum Beispiel – hoffnungsvoll auf wärmere Zeiten – die ersten Sommerkleider. Vorausschauend auch in finanzieller Hinsicht: Das, was aktuell in den Geschäften präsentiert wird, ist von den prognostizierten Preiserhöhungen noch nicht betroffen. Es wurde also durchaus Geld ausgegeben. Was diesen Aspekt angeht, ist kühleres Wetter geschäftsfördernd. Und auch die Stände der Vereine – wie Philatelisten, Imker, VdK, Krebs – Kinder in Not, Bäderförderverein – waren immer einen Halt und Plausch wert. Manch einer füllte auch vor Ort Mitgliedsanträge aus. Bei der Tangogruppe meldeten sich Teilnehmer zum nächsten Anfängerkurs an, der Rundlingsverein informierte zum Welterbeprojekt, die Mobilitätsagentur Wendland-Elbe über Alternativen zum Zweit- oder gar zum Erstwagen.

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