Beim Spaziergang die Natur schützen

Nabu sucht aktive Mitglieder – Vorkenntnisse nicht erforderlich

bv Dannenberg. „Wir haben zwar in der Region über 1000 Mitglieder, davon sind aber nur zehn bis vielleicht fünfzehn aktiv für uns tätig“, berichten Oliver Schuhmacher und Klaus Müller vom Naturschutzbund (Nabu) Lüchow-Dannenberg.

Der Diplom-Landschaftsökologe Schuhmacher ist hauptamtlich für den Nabu tätig. Unzählige Stunden verbringt er mit dem Autodidakten Klaus Müller, der sich sein Wissen über Schmetterlinge selber angeeignet hat. Gemeinsam beobachten sie ehrenamtlich die Entwicklung auf den zahlreichen Flächen des Nabu, über 40 Hektar, im Wendland. Und genau dafür suchen sie naturinteressierte Unterstützer. „Keine Angst: Das meiste lässt sich angenehm bei einem Spaziergang, auch mit Hund, erledigen“, betonen die Nabu-Männer. „Wir suchen Menschen, die sich in ihrer Freizeit für den Naturschutz einsetzen wollen und bei der Betreuung von Schutzgebieten helfen. Uns geht es darum, dass die Flächen regelmäßig besucht und Veränderungen festgestellt werden. Zum Beispiel: Wächst das Ufer am Teich zu? Was ist zu tun? Kann ich das selber machen – oder muss ich einen Arbeitseinsatz organisieren? Dann klären wir das gemeinsam.“

Außerdem sucht der Nabu Flächen: „Trockenrasen oder Feuchtbiotope: Überall gibt es für den Naturschutz interessante Gebiete, die sich nicht für Landwirtschaft eignen“, ergänzt Müller. „Diese will der Nabu ankaufen und langfristig sichern.“ Je nach Interesse und Vorkenntnissen können auch Artengruppen – Vögel, Pflanzen, Insekten – erfasst werden.

Ein Beispiel: Der Landkreis sei für Naturschutzmonitoring aufgeteilt in 56 topographische Karten. Für den Bereich Tagfalter seien aber erst 42 Bereiche erfasst. Einige fehlen. „Wer etwa kennt sich dazu im Bereich Neu Darchau aus?“, fragt Müller.

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