Für die Enkel und die Stadt

Fotografierzwerg „Nobby“ wurde eingeweiht

rs Hitzacker. „Ono, warum hast du eigentlich keinen Zwerg?“, fragten die Enkel ihren Opa Norbert Erler, den sie der Einfachheit halber nur mit der Zusammenziehung „Ono“ ansprechen. Gemeint war ein bronzenes Exemplar jener Wichtel, die seit Sommer 2014 mit ihrer stetig wachsenden Zahl Hitzacker bereichern. Der Legende nach sollen schließlich einst im Weinberg Zwerge gelebt haben. Wissend darum, dass Caspar, Flint, Lisa und Clara die kleinen Gesellen, die meist Bezüge zur Stadtgeschichte oder zu den Berufen beziehungsweise Hobbys ihrer Stifter aufweisen, überaus schätzen, machte sich Erler ans Planen – für die Kinder und für seine Heimatstadt, der er eng verbunden ist. Da der ehemalige Lehrer seit 62 Jahren fotografiert, dies einst international als Brotberuf ausübte, war für den 74-Jährigen schnell klar: An der Hauptstraße 12 würde ein Fotografierzwerg stehen, ein besonderer, der in Aktion an einer Hasselblad-Kamera – so wie früher Erler – das Publikum mit einer Hand um Aufmerksamkeit bittet, während die andere Hand den Auslöser bedient. „Nobby“ wurde letztlich wie alle anderen Hitzackeraner Zwerge in der Breslauer Werkstatt der Bildhauerin Beata Zwolanska-Holod gestaltet. Am Donnerstag wurde er mit dem Gesang der Weinbergszwerge um Oberzwerg Peter Wieczorek eingeweiht.

Rückblick: 2014 wurde mit „Historicus“, dem Stadtzwerg, der erste Wichtel eingeweiht – am „Alten Zollhaus“. Jährlich kamen einige – meist drei oder vier – hinzu. Im Rekordjahr 2021 waren es gleich acht Bronzezwerge, die ihre Heimat in Hitzacker fanden.

Ausblick: Schon heute wird Nummer 44 zu bewundern sein: „Pumpa“ erblickt um 15 Uhr am Schöpfwerk das Tageslicht. Die magische Zahl 50 werde definitiv erreicht, ist sich Wieczorek sicher.

Redaktion Kiebitz 05841/127 420 seide@ejz.de

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