Maske tragen: Pflicht oder Kür?

Kiebitz-Umfrage zu den Corona-Lockerungen

bm Regional. Die Masken ­fallen und die Fallzahlen steigen. Hört sich erst einmal paradox an. Seit dem 20. März darf man wieder in Restaurants gehen, ohne einen Impfpass vorzulegen, oder ohne Maske einkaufen. Für die ­einen ist diese Entscheidung der Politk „verantwortungslos“, für die anderen eine ­Erleichterung. Der Kiebitz ­befragte dazu Menschen aus dem Kreisgebiet, wie diese sich mit dieser neuen Form der Freiheit fühlen. „Wenn ich einkaufen gehe, dann trage ich weiterhin eine Maske. Damit fühle ich mich sicherer“, sagt zum Beispiel Hufschmied Andreas Dieckmann, der seine Arbeit vorwiegend an frischer Luft macht und meistens „genügend Abstand zu den Kunden“ hat. Janina Boick aus Königshorst stört es ebenfalls weniger, eine Maske zu tragen: „Im Kindergarten gibt es oft Neuinfektionen, da solllte man vorsichtig sein. Bei der Arbeit brauche ich die Maske nicht zu tragen, aber ich teste mich zwei- bis dreimal pro Woche und meide größere Menschenmengen.“

Christina Scheele aus Restorf findet die Lockerungen gut und wichtig: „Insbesondere für Kinder und junge Menschen. Ich selbst war während der Pandemie nicht einmal krank, sonst habe ich mindestens zweimal im Jahr eine Bronchitis. Und ich denke, dass die Lockerungen mit dem Wissen über die Existenz von Corona einhergehen müssen. Für mich bedeutet es, dass ich weiterhin in Geschäften oder öffentlichen Gebäuden eine Maske tragen werde.“ Laut einer Studie einer Arbeitsgruppe der University of Hongkong, die Daten des weltweiten Grippeüberwachungs- und Bekämpfungssystems GISRS der Weltgesundheitsorganisation WHO analysiert, sei ein bestimmter Grippestamm, gegen den auch in der Saison 2021/2022 noch geimpft wird, seit April 2020 womöglich ausgestorben. Ursache des Variantensterbens bei der Grippe seien die weltweiten Infektionsschutzmaßnahmen und Reisebeschränkungen gegen Corona. Sie führten dazu, dass sich viele Ansteckungsketten totlaufen.

Für die jüngere Generation bedeuten die Lockerungen „endlich wieder Freiheit“, wie Amrei Dammann aus Predöhl betont.

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