Mit 14 Bands an zwei Tagen

Vierte Auflage des Streetz-Open-Air am 16. und 17. September

rs Streetz. „Weint nicht um mich und macht weiter. Erhebt eure Gläser und denkt an mich, wenn ich mal nicht mehr bin.“ Mit diesem letzten Wunsch verabschiedete sich jüngst jener an Krebs erkrankte Mann, dem zu Ehren 2019 erstmals das Streetzrock-Open-Air (kurz: St.O.A) ausgerichtet wurde – weil er durch sein Leiden nicht mehr imstande war, die von ihm geliebten größeren Festivals zu besuchen. Dieser Wunsch wird dem Verstorbenen nun seitens des mittlerweile gegründeten Vereins gern erfüllt: Am 16. und 17. September geht die vierte Auflage über die Bühne, die sich am Südrand des Dorfes – wie 2021 – befinden wird. Bereits am Donnerstag, dem 15. September, gibt es auf dem professionell hergerichteten Festival­gelände, an dem auch das Kampieren möglich ist, ab 16 Uhr einen Karaoke-Contest, bei dem gegen 21 Uhr die besten drei um den Titel und Gewinne singen. Der Eintritt zu diesem Special ist kostenfrei.

Tags darauf geht es richtig los: 14 Bands treten an den zwei Tagen auf – und für jeden Musikgeschmack zwischen Pop, Rock und Metal ist etwas dabei. Es spielen unter anderem Stahlmann (Neue deutsche Härte), Elli Berlin mit ihrer Band Nullpositiv (Metal, Electro, bekannt aus der Sat1-Sendung „All together now“), Samarah, Todsünde, Thwart und MircoM. Bedenkt man, dass das Wochenendticket im Vorverkauf 65 Euro kostet, sind das umgerechnet lediglich rund 4,60 Euro pro Band. Am Freitag beginnt das St.O.A. um 13 Uhr, am Sonnabend um 12 Uhr. Ende ist jeweils nach Mitternacht.

„Wir haben sogar Tickets nach Lausanne in der Schweiz verkauft“, freut sich der Vorsitzende Stephan Dabrowski, der mit seinem Team den Musikbegeisterten all das bietet, was man sonst auf großen kommerziellen Festivals erwartet: Neben den Bands, die „alle tausendfach auf Youtube aufgerufen wurden“, gibt es Verzehr- und Verkaufsstände, einen Biergarten und einiges mehr.

Zudem wird bei dem Non-profit-Fest ein Banner mit Logos und Unterschriften aller Bands sowie einer Auflistung der Sponsoren für den guten Zweck versteigert. In der Vergangenheit konnten dadurch etwa das Onkologische Netzwerk und der Hospizverein Lüchow-Dannenberg unterstützt werden. In diesem Jahr geht die daraus resultierende Spende an das Café Zuflucht in Dannenberg. Übrigens: Ukrainische Flüchtlinge sind am Aufbau des St.O.A. beteiligt, für sie und andere hatte der Verein Streetzrock jüngst ein Benefizfestival ausgerichtet. Weitere Infos gibt es unter www.streetzrock.de. Unter dieser Adresse sind auch Hörbeispiele der einzelnen Bands hinterlegt.

Redaktion Kiebitz 05841/127 420 seide@ejz.de

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