Musik als Grundlage für alles

WasserKlangPfad öffnet im April seine Türen

bm Göhrde. Es geht um schwingendes Wasser, klingende Eisenschalen und tänzerische Wasserwirbel, die sich in einen Unterwassertornado verwandeln – diese Dinge begeistern nicht nur Dr. Erich Bäuerle, sondern auch regelmäßig die großen und kleinen Besucher und Besucherinnen des WasserKlangPfads in der Göhrde. Der Meeresphysiker betreibt diesen besonderen Pfad seit zehn Jahren. „Am Schloss in der Göhrde gibt es sieben Brunnen, die alle ausgetrocknet sind. An einem Brunnen habe ich nach dem Prinzip von Grundwassermessungen sieben Flöten aufgehängt, die beim Eintauchen ins Wasser einen Ton erzeugen. Diese Flöten sind so gestimmt, dass dadurch sogar Melodien entstehen können. Das ist für die Kinder immer sehr imposant und ein toller Einstieg in das Thema Wasser“, erklärt Bäuerle. „Das Mysteriöse und Sinnliche ist die Basis der Physik.“

Dem Wissenschaftler liegt die Vermittlung seines Fachs besonders am Herzen. Er möchte ein Verständnis für Mathematik, Physik und Musik schaffen. „Viele meiner Gäste haben mir während der Führungen schon oft gesagt, dass sie diese Fächer in der Schule viel besser verstanden hätten, wenn es einen größeren Praxisbezug gegeben hätte. Andererseits ist das in der Schule natürlich oft nicht möglich.“

Aber es scheint auch einer der Gründe zu sein, weshalb oft Schulklassen den WasserKlangPfad besuchen. Besonders beeindruckend: das große Pendel, welches in 16 Metern Höhe durch einen leichten Anstoß hin- und herpendelt. „Die Kinder werden dann immer ganz still.“

Bäuerle stellt Zusammenhänge her und macht diese deutlich: „So sind etwa Intervalle und Akkorde stark von der Mathematik beeinflusst.“

Oder die aus Steinen gelegte Sonnenblume – sie verdeutlicht die Ausrichtung der Natur nach mathematischen Gesetzen. „Die spiralförmig angeordneten Blüten lassen sich mathematisch genau nachvollziehen. Alles hängt zusammen.“ Die Abwechslung von Gesetzmäßigkeiten und sinnlicher Wahrnehmung sind ihm wichtig. „Die Kinder sollen ihre Hände und ihren Körper zum Einsatz bringen, nicht nur ihren Kopf. Durch die sinnliche Wahrnehmung erschließen sich die dahinter liegenden Naturgesetze leichter.“

Ab März werde der Pfad wieder besuchsfertig gemacht, erklärt der Wasserexperte und nimmt dabei Bezug auf das Hopp-Foto aus dem Kiebitz vergangener Woche: „Ich bedaure sehr, dass der Eindruck gewonnen wurde, um die Ausstellung im Wald beim Naturum Göhrde kümmere sich niemand mehr. Das stimmt für die Wintermonate zwar in gewisser Weise, was damit zu begründen ist, dass ich von November bis März keine Führungen anbiete. Da für diese Zeit auch etliche der Exponate abgebaut beziehungsweise lahm gelegt werden mussten, konnte offenbar der Eindruck der Vernachlässigung nicht vermieden werden. Das wird sich aber ab März ändern, wenn die Schaukel, Pendel, Wasserbecken, Gongs und andere Klangkörper wieder zum Einsatz gebracht werden. Dann werden auch die Wege vom Herbstlaub befreit sein.“ Der WasserKlangPfad wird am Sonnabend, dem 1. April, und am Sonntag, dem 2. April, wieder eröffnet. Dann werden auch wieder Führungen durch die Ausstellung stattfinden. Anmeldungen sind unter (0 58 51) 9 44 71 52 oder unter erich.baeuerle@t-online.de möglich.

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