Versorgungslücke gefüllt

Amt Dömitz-Malliß hat endlich ein Testzentrum

rs Dömitz. Seit Monaten versuchte man beim Amt Dömitz-Malliß, den Bürgerinnen und Bürgern ein Testangebot unterbreiten zu können. Denn um einen Corona-Schnelltest zu erhalten, musste man aus dem Amt entweder nach Ludwigslust, Lübtheen, Wittenberge oder nach Dannenberg fahren – vor allem für ältere oder/und immobile Menschen ein Problem. Diese Versorgungslücke ist seit dem Dreikönigstag gefüllt: Ein neues Testzentrum ist im Dömitzer Kulturhaus, Promenade 5, zu finden. Kurz vor der Aufnahme des Betriebs fanden sich Bürgermeister Reinhold Suhrau und Ronny Schult, Fachbereichsleiter Ordnung und Bürgerservice, in dem ideal gelegenen Gebäude ein, um mit den Betreibern des Testzen­trums, mit den beiden Wentorfern ­Yannick (27) und Dominique (25) Helmke, letzte Absprachen zu treffen. „Es ist unsere bislang schönste Location – großzügig, mit Ausbaureserven für eine zweite oder gar dritte Test­straße, beheizt, mit Toiletten“, unterstrich der jüngere der beiden Brüder, die gemeinsam bereits ein Testzentrum in Hamburg und eines in Schwarzenbek sowie seit heute eines in Ludwigslust betreiben. Anderorts sei man gezwungen, die Testdienstleistung in Containern vorzunehmen. „Die Probanden können sich für den Test entweder persönlich oder über die Homepage www.heute test.de einen Termin reservieren. Dies ist für bis zu drei Monate im Voraus möglich“, informierte Yannick Helmke. Nach dem Test könne man entweder auf das Ergebnis warten oder es sich per E-Mail zusenden lassen, um es daheim auszudrucken. Sogar PCR-Tests könne man im Falle eines positiven Schnelltests direkt im Anschluss vornehmen. Jedoch sei dazu noch einiges zu klären. „Auf jeden Fall hat jede Bürgerin und jeder Bürger bei uns jeden Tag Anspruch auf einen kostenfreien Schnelltest“, erläuterte der studierte BWLer Yannick Helmke. „Der Einzugsbereich dieses Testzentrums umfasst zwischen 8 500 und 10 000 Menschen“, benannte Schult die Größenordnung, wobei er durchaus Personen aus anderen Ämtern, aus der Prignitz und aus Lüchow-Dannenberg einrechnet. Das DRK, das vormals in der Festungsstadt ein Testzentrum betrieben hatte, sei mittlerweile komplett mit anderen Aufgaben ausgelastet. Daher habe man über den Landkreis Ludwigslust-Parchim bei den Helmkes, die über entsprechende Erfahrungen, Qualifikationen, Lizenzen und Hygienekonzepte verfügen, nachgefragt, ob sie zur Verfügung stünden – was die Brüder nach einem Ortstermin schnell bejahten. „Wir wollen unseren Beitrag leisten, die Pandemie gemeinsam schnell zu überwinden“, bekannten die beiden einhellig, die eher zufällig zu dieser Tätigkeit gerieten. Denn eigentlich produzieren und vertreiben sie mit ihrem Start-up „OptiBo“ Energydrinks.

Die Öffnungszeiten des Testzentrums, das von einem überwiegend aus dem Raum Dömitz stammenden achtköpfigen Mitarbeiterteam betreut wird, sind montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr ­sowie sonnabends von 9 bis 16 Uhr.

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