100 neue Einsatzkräfte gewonnen

Feuerwehr Lüchow-Dannenberg: Rückblick und Ausblick – bewegtes Jahr und leichter Optimismus

hbi Lüchow-Dannenberg. Das Jahr 2021 ist vorbei, auch aus Sicht der Freiwilligen Feuerwehr für Lüchow-Dannenberg. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass nichts so ist, wie es mal war. Auch im vergangenen Jahr beherrschte die Corona-Pandemie den Dienstbetrieb im – rein ehrenamlich organisierten – abwehrenden Brandschutz. Veranstaltungen, wie etwa der Kreisfeuerwehrtag, die Samtgemeinde-Feuerwehrtage oder Tage der offenen Tür mussten erneut abgesagt werden. Die Einsatzstatistik bewegt sich auf einem bekannten Niveau, der Dienstbetrieb ruhte lange Zeit – doch im Sommer konnten wir uns endlich wieder sehen und gemeinsam üben – wenn auch nur für eine kurze Zeit. Doch bei genauer Betrachtung können wir erkennen, dass trotz oder gerade wegen der Corona-Pandemie einiges in Bewegung kam: Pandemiebedingt wurden seit 2020 viele Lehrgänge abgesagt, auch auf Landesebene. Truppführer-Ausbildungen finden am Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Celle gar nicht mehr statt. Gefordert war hier Kreisausbildungsleiter Frank Konau, der mit seinem Team im zurückliegenden Jahr erfolgreich zwei Truppführer-Lehrgänge an der Feuerwehrtechnischen Zen­trale (FTZ) in Dannenberg durchgeführt hat. Und wir profitieren alle von dieser Veränderung, denn auch in diesem Jahr wird es zwei solcher Lehrgänge im Kreisgebiet geben. Auch in Sachen FTZ gibt es Neuigkeiten: Bei dem anstehenden zweiten Bauabschnitt befinden sich die Planungen in der Endphase, man kann 2022 mit dem Baubeginn rechnen.

Auch in den Samtgemeinden (SG) ist 2021 in Sachen Feuerwehr viel passiert: In der Elbtalaue wurden zwei Großfahrzeuge mit einem Investitionsvolumen von über einer Million Euro angeschafft. Die Dannenberger Blauröcke bekamen eine neue Drehleiter, in Hitzacker freute man sich über die „alte“ Drehleiter aus Dannenberg und bekam ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF). Auch für Bauvorhaben im Bereich der Feuerwehrhäuser hat man für die nächsten Jahre die Weichen gestellt: In der SG Lüchow wurde zum Jahreswechsel neue Schutzausrüstung für die Atemschutzgeräteträger beschafft – mehr als 200 000 Euro investierte man in die Sicherheit der Feuerwehrleute. Viel los war im Herbst in der SG Gartow. Alle Feuerwehrleute der kleinsten Samtgemeinde waren auf Stickern zu bekommen und ließen sich wie echte Stars sammeln – StickerStars eben. Was Fußball-Helden können, können die Feuerwehrleute eben auch. Und dann war da noch die Imagekampagne des Kreisfeuerwehrverbandes. Unter dem Motto „112 Prozent Ehrenamt – MACH MIT!“ wird seit über einem Jahr die Bevölkerung über das Ehrenamt Feuerwehr informiert und sensibilisiert. Und das mit messbarem Erfolg: Trotz fehlender Veranstaltungen und Übungsdienste konnten im vergangenen Jahr etwa 100 neue Einsatzkräfte gewonnen werden. „Ob das an der Kampagne lag, können wir nicht genau sagen – das ist in der Werbung immer so. Fakt ist aber, dass wir mit den erreichten Ergebnissen genau in dem Plan liegen, in den kommenden zehn Jahren 1000 neue Ehrenamtler begeistern zu wollen“, zeigt sich Feuerwehr-Sprecher Heiko Bieniußa zufrieden mit dem Verlauf. Dass die Kampagne im Dezember mit gleich zwei Ehrenamtspreisen ausgezeichnet wurde, sorgte über die Kreisgrenzen hinaus für Aufmerksamkeit. „Es war nie das Ziel, Preise mit der Kampagne zu gewinnen. Aber es ist natürlich eine besondere Form der Wertschätzung, die uns entgegengebracht wurde. Und die Preisgelder – 13 000 Euro in Summe – werden wir sicher zielgerichtet einsetzen“, freut sich auch Kreisbrandmeister Claus Bauck über den Erfolg. Ach ja – dann war da noch das Brandschutzmobil – ein Kofferanhänger, den der Kreisfeuerwehrverband im Herbst übernehmen konnte. Ortsansässige Unternehmen haben mit ihrer Werbung die Anschaffung erst möglich gemacht. Firetrainer, Rauchhaus und einiges mehr bieten künftig mehr Möglichkeiten in der Ausbildungs- und Aufklärungsarbeit. Nein, das Feuerwehr-Jahr 2021 in Lüchow-Dannenberg war keineswegs so ruhig, wie es nach außen den Anschein hatte – es wurde vieles bewegt, weshalb wir voller Optimismus ins Jahr 2022 gehen. Dieser Beitrag wurde unterstützt von avacon.

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