War es echt der Wolf?

Familie Jäger aus Kollase schreibt zusammen Advent-Kinderkrimi

bv Kollase. Heute ist der 1. Dezember – und am 1. Dezember liegt auch ein totes Schaf im Stall des kleinen wendländischen Dorfes Pröhlitz am Rande der Göhrde. Violetta Pröhl ist schockiert. Es ist nicht klar, warum Piet den Tod gefunden hat.Er war doch nicht alt oder krank. Bauer Gerd aus dem Nachbardorf Kiekritz ist sich sicher: Das war der Wolf!

Aber irgendwie passt das alles nicht zusammen. Gibt es etwa noch eine weitere Möglichkeit? Die drei Kinder Mo, Mikko und Maria begeben sich wie Detektive auf Spurensuche und stoßen bei der Dorfbevölkerung, von der sie eigentlich Mitgefühl und Mithilfe erwartet hatten, auferstaunlich viel Abwehr und Widerstand. Was ist los in dem kleinen Dorf? In 24 Kapiteln rollen die Kinder den Fall auf und entdecken am Ende, dass die meisten der Dorfbewohner irgendwie ein bisschen an dem „Schafmord“, wie die kleinen Detektive es nennen, beteiligt gewesen waren. Bis zum 24. Dezember lösen Mo, Mikko und Maria den Fall – und es kehrt weihnachtlicher Friede in dem kleinen Dorf ein. Die 24 Kapitel sind nicht das einzig Besondere an dem Kinderkrimi „Mo, Mikko, Maria und das tote Schaf“ – er wurde nämlich von einer ganzen Familie gemeinsam geschrieben.

Und rein zufällig haben Ralf und Maja Jäger, die rein zufällig auch am Rande der Göhrde leben, auch drei Kinder – Mädchen, Junge, Mädchen. Und zufällig auch im selben Alter wie Mo, Mikko und Maria. Und – natürlich spielt die Geschichte auch im Wendland. Aber das war es auch schon mit den Gemeinsamkeiten, schmunzelt Maja: „Die Dörfer sind erfunden, wir wollten niemandem auf den Schlips treten, die Namen klingen allerdings wendländisch. Ebenso sind die Protagonisten eine bunte Mischung aus Einheimischen, Zugezogenen und Feriengästen.“

Frage: Wie kommt man darauf, einen Advent-Kinderkrimi zu schreiben? „Wir – Maja und Ralf – und unsere Kinder Malve, Jalmari und Sophie haben die Geschichte gemeinsam am Frühstückstisch ausgetüftelt. Wir fanden das so spannend, dass wir beschlossen haben, bei den Mahlzeiten daran weiterzuarbeiten. Wir haben alle zusammen das Storyboard entworfen und ausgesponnen. Mein Mann tippte und die Kinder haben Bilder gemalt. Sie waren damals 10, 12 und 15 Jahre alt. Es war dann doch viel Arbeit, aber wir sind stolz auf das Ergebnis.“ Zu Recht: Auch Erwachsene haben beim Vorlesen viel Spaß an der dezenten Ironie, die immer wieder durchschimmert.

Jalmari, Sophie und ihre Eltern Maja und Ralf Matti sind vor elf Jahren ins wendländische Kollase gezogen. Malve wurde dort geboren – „ich bin die einzige echte Kollaserin“, lacht die Elfjährige verschmitzt. „Seitdem leben wir hier am Waldrand“, berichtet Maja. Schnelles Internet und Handynetz – Fehlanzeige. Dafür viel Freiheit für die Kinder. „Wir konnten dort ein kleines Haus kaufen, welches wir immer noch renovieren. Großes Glück! Mein Mann Ralf Matti ist halber Finne, er arbeitet als Kunstherapeut. Wir haben uns damals in Stoetze kennengelernt, wo mein Vater Planwagentouren für Stadtkinder anbot. Ralf war eines dieser Kinder. Ich bin dort aufgewachsen. Nach vielen Jahren on the road wollten wir uns niederlassen – am liebsten im Wendland. Das hat geklappt.“

Die Mutter dreier Kinder berichtet, dass sie inzwischen drei Berufe habe: „Reittherapeutin, Kunsttherapeutin und Sattlerin – und ich arbeite in allen drei Bereichen.“ Die große Tochter Sophie verbringt gerade ein halbes Jahr in Finnland, für sie auch ein Stück Heimat. Frage: Wollt ihr noch ein Buch schreiben? „Ja, wir haben schon eine Idee. Aber das ist geheim.“ Das Buch „Mo, Mikko, Maria und das tote Schaf“ ist für Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren geeignet.

Unter der ISBN 978-3-9819259-3-7 kann der originelle Adventskrimi im Buchhandel bestellt werden, es gibt ihn in den Buchläden in Lüchow, Dannenberg und Hitzacker oder kann bei Familie Jäger bestellt werden: www.verwandeln-verlag.de

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

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