Bewegung und Wasser stellen Leben dar

Vielfältiger Kneipp-Aktionstag in Hitzacker – Werbung für Naturlehre

rs Hitzacker. „Leben ist Bewegung, und ohne Bewegung findet Leben nicht statt.“ Dieses Zitat wird Moshe Feldenkrais – Entwickler der gleichnamigen Methode der körperlichen Betätigung und Entspannung – zugeschrieben. Und Wasser ist die grundlegende Voraussetzung für alles Leben auf der Erde. Bewegung und Wasser stellen auch zwei der fünf Säulen dar, auf denen das ganzheitliche Gesundheitskonzept des Priesters Sebastian Kneipp fußt. Wieso ist Bewegung für den Organismus wichtig? Wie kann der Umgang mit Wasser der Gesundheit förderlich sein? Darum ging es am Sonntag beim dritten Kneipp-Aktionstag im Rahmen der diesjährigen ElbZollFrei-Tage, zu dem Stadt, Samtgemeinde, der örtliche Kneipp-Verein, viele Ehrenamtliche und Geschäftsleute nach Hitzacker eingeladen hatten.

Das Angebot der regionalen Anbieter mit Infoständen, Mitmachaktionen, Vorträgen und Führungen war überaus üppig und zudem kostenfrei – eine gute Werbung für die Stadt Hitzacker, die für weitere zehn Jahre Kneipp-Kurort sein wird. Mit diesen Aktionstagen möchte man die Vorzüge der Lehre, die nicht altbacken, sondern aktueller denn je ist, in die Köpfe der Gäste und Bürger bringen.

Dass Kneipp für alle Altersgruppen – zumal hinsichtlich der gewählten zwei Säulen – ist, zeigte sich im Verlauf des Tages an der Elb- und Zollstraße vielfach. Vor allem die jüngsten Gäste, denen die Hitze nicht viel auszumachen schien und die über einen natürlichen Bewegungstrieb verfügen, machten sofort Gebrauch von den Balance-Boards, den Jonglage-Mitteln, dem Spike-Ball-Spiel und vielem mehr, das der Kneipp-Verein dank einer Spende der VR Plus Altmark-Wendland in Höhe von 1500 Euro beschaffen konnte.

„Diese Spielgeräte werden zukünftig eine große Rolle beim Vermitteln der Fünf-Säulen-Theorie spielen“, unterstrich Anna-Maria Adrian-Hora, die verstärkt die jüngere Klientel dafür begeistern möchte. Die Älteren genossen eher eine Einführung in die Praktiken des Yoga, spürten Atem und Stimme, informierten sich über Telepathie, genossen die Musik auf den Straßen oder bewegten sich bei den Führungen – etwa zu jener in der Pumpstation. Auch Wasser gab es reichlich: zur inneren oder äußeren Anwendung, aber auch zur Demonstration von Strömungsmodellen am „Alten Zollhaus“, wo für die museale Arbeit erstmals eine Virtual-Reality-Brille zum Einsatz kam.

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