Nasser Sommernachtstraum

Minimal-Benefizparty an neuem Ort

jz/bv Tramm. Wind, Regen, Kälte: Das Wetter begrüßte die Organisatorinnen und Organisatoren der Benefizparty Minimal Sommernachtstraum zunächst recht unherzlich in ihrem neuen Zuhause. Zum ersten Mal in der zwölfjährigen Geschichte fand die Party am Freitagabend auf einem Privatgelände neben dem Feuerwehrmuseum in Neu Tramm statt.

Trotz des zumindest bis Mitternacht ungemütlichen Wetters kamen laut dem veranstaltenden Label „RSNZRFLXN“ etwa 1200 Menschen nach Neu Tramm, um in einem bunten Lichtermeer bis weit in den Sonnabend hinein zu elektronischer Musik zu tanzen – entweder im Zelt oder auf der großen Lichtung.

„Das war ein riesiger Vertrauensbeweis unseres Publikums: ein neuer Ort, eine schwierige Zufahrt, schlechtes Wetter und sie kamen trotzdem in großer Zahl“, freute sich Mitveranstalter Pablo Vollmer. Das Gelände, das etwa doppelt so groß ist wie die ehemalige Location bei Starrel, verwandelten die rund 80 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern detailverliebt in eine Party-Landschaft, die auch nach ihrem Umzug unverwechselbar einzigartig geblieben ist. Bereits in den vergangenen Jahren waren durch die Party Zehntausende Euro Spenden unter anderem für das Lüchower Frauenhaus zusammengekommen. Die Zusammenarbeit mit dem Frauenhaus und dem Verein gegen sexualisierte Gewalt „Violetta“ habe man in diesem Jahr unter anderem mit einem Workshop intensiviert, hieß es von den Veranstaltern. Wie viel Geld diesmal zusammenkam, ist noch nicht bekannt. Eine Beschwerde habe es wegen der Lautstärke im Nachbarort Breselenz gegeben. „Wir werden uns bis zum nächsten Jahr etwas überlegen und am Schallschutz arbeiten“, kündigte Pablo Vollmer an.

„Der MSNT steht nun seit vielen Jahren für unseren gelebten Traum, die Feier des schönen Lebens mit der solidarischen Hilfe anderer zu verbinden. Die anderen sind Neuankömmlinge, Unterdrückte, Stimmenlose und andere unterrepräsentierte Menschen unter uns. Sie sind nicht weit weg und sie sind nicht wenige, nur weil wir sie kaum sehen und wenig von ihnen hören. Es sind Menschen, die einen Rat, ein Ohr und nicht selten ein schützendes Zuhause suchen.“

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